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Wo kann man Bouldern? Die beliebtesten Bouldergebiete Deutschlands.

In diesem Artikel erfährst du, wo man überall Bouldern kann. Dazu stelle ich dir die beliebtesten Bouldergebiete Deutschlands vor. Und gebe dir den ein oder anderen Geheimtipp. Außerdem stelle ich auch einige passende Boulderführer vor.

Bouldern ist in den letzten Jahren zu einer regelrechten Trendsportart herangewachsen. Überall öffnen neue Boulderhallen und es gibt mittlerweile zahlreiche erschlossene Gebiete und Boulderführer.

Aber Bouldern ist vor allem auch ein Natursport. Deshalb bringt Bouldern eine gewisse ökologische Verantwortung mit sich. Dieser Verantwortung sollten sich alle, die sich für den Sport interessieren bewusst sein. Besonders in der Natur, muss man sich an bestimmte Regeln halten. Um die Natur und den Sport zu erhalten.

Dazu gehört beispielweise, dass jeder seinen Müll wegräumt. Und so wenig Chalk, wie möglich benutzt. Generell sollte man einen Boulderspot immer schöner hinterlassen, als man ihn aufgefunden hat. Dazu gehört aber auch, nicht nur auf sich selber zu schauen, sondern auch andere darauf hinzuweisen.

Aber es gibt auch Regeln, die von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich sind. So werden beispielweise sogenannte Boulderappelle veröffentlicht.

Im Frankenjura gibt es zum Beispiel in diesem eine Geheimhaltsungsregel, die besagt, dass die Veröffentlichung von Bouldergebieten in Boulderführern und im Internet untersagt ist.

Allgemein sollte man sich in jedem Bouldergebiet in Deutschland und auch im Ausland immer vor dem Ausflug informieren, welche Regeln in diesem Gebiet gelten.

Der beliebteste Boulder Spot Deutschlands - Das Allgäu

Das Allgäu ist im Süden Bayerns und Baden-Württembergs gelegen und umfasst ein sehr großes Gebiet, dass bis zur österreichischen Grenze führt. Es liegt am nördlichen Alpenrand und ist ein beliebtes Ziel für Urlauber. Aber auch Boulder Fanatiker werden von seiner besonderen Landschaft förmlich angezogen.

Die Region ist unter Boulderern so beliebt, weil sie ein großes Spektrum an Schwierigkeitsgraden bietet. Hier finden sich reine Boulder Probleme im Schwierigkeitsgrad von 1-8b+ und sogar Traversen bis zu 8c (FB-Skala).

Außerdem findet man dort eine Vielzahl verschiedenster Gesteinsarten. Die meisten Blöcke bestehen aus Konglomerat. Darüber hinaus findet sich aber auch Dolomit, Sandstein, Mergel und die verschiedensten Kalkarten.

In dem Boulderführer „Allgäu – Block“ von Ulrich und Harald Röker sind in der 4. Auflage 1850 Boulder Probleme in 26 Gebieten dokumentiert.

Wer einen Boulder Urlaub im Allgäu plant, sollte sich auf jeden Fall die ein oder andere Wanderroute raussuchen. Dort kann man sich auf einer entspannenden Wanderung vom Bouldern ausruhen und die schöne Natur auf sich wirken lassen.

Bouldern in Avalonia

Anders als die weit gestreuten Boulder Spots im Allgäu, ist der nächste Spot leichter überschaubar.

Mitten im Ruhrgebiet zwischen Dortmund und Wuppertal liegt das Bouldergebiet Avalonia.

Auf dem Gelände liegen zahlreiche Sandsteinbrüche, die schon seit vielen Jahren zum Bouldern genutzt werden. Insgesamt finden sich über 150 Boulder in den Schwierigkeitsgraden 3 bis 8a+, verteilt auf verschiedene Sektoren. Die herausragende Felsqualität sucht dabei weltweit ihresgleichen. Avalonia ist aber viel mehr als ein Boulder-Gebiet. Auf einzigartige Art verbindet Daniel Pohls Avalonia Mensch, Kunst und Natur. Der Boulderclub Ruhrtal wurde gegründet, um das von Daniel Pohl erschlossene Gebiet zu erhalten. Der gemeinnützige Verein setzt sich für den Bouldersport entlang der Ruhr ein. Wobei Naturschutz und Kunst untrennbar mit dem Verein verbunden sind.
Als Mitglied des Clubs sorgt man mit seinen Beiträgen dafür, dass das Gebiet auf Dauer erhalten bleiben kann. Alle Informationen zu Avalonia findest du außerdem auf der Website des Boulderclub Ruhrtal.

Bouldern im Odenwald

Der Odenwald ist ein Mittelgebirge in Südhessen, Unterfranken und im nördlichen Baden. Neben den vielen Möglichkeiten zum Bouldern ist der Odenwald auch ein beliebtes Urlaubsziel.

Das liegt unter anderem an dem eindrucksvollen Felsenmeer und der bekannten Burg Frankenstein, die ebenfalls in diesem sagenumwobenen Wald gelegen ist.

In seinem Boulderführer „Bouldern Odenwald“ hat Sascha Jung auf 200 Seiten 16 Boulder Gebiete mit über 1000 Bouldern an mehr als 500 Blöcken detailliert aufgeführt. Es gibt zudem kurze Beschreibungen zu jedem Gebiet und jedem Boulder, GPS-Koordinaten und Detailgenaue Übersichtskarten.

Das Felsenmeer ist für mich ein ganz besonderer Ort, da ich hier meinen ersten Boulder Urlaub verbracht habe. Es hat mich und meine Freunde zu seinen Granitblöcken gelockt und seitdem bin ich großer Fan des Odenwalds. Einige Male schon bin ich in das Gebiet Felsenmeer zurückgekehrt.

Wer ganz viel Glück hat, und einen Tag erwischt an dem das Felsenmeer Kiosk geöffnet hat, kann sich es sich sogar zwischen den Felsen mit einem frisch gekochten, heißen Kaffee gemütlich machen.

Ein weiteres Highlight ist für mich das afrikanische Restaurant „Ada’s Buka“ am Parkplatz Felsberg. Dort gibt es eine wunderbare traditionelle Yamswurzel Suppe, die man unbedingt probiert haben muss. Der Parkplatz ist nur wenige Minuten von den ersten Boulderfelsen entfernt.

Wer noch einen Campingplatz in der Nähe des Felsenmeers sucht, ist in der „Oase der Ruhe“ gut aufgehoben. Eine tolle Lage und ein sehr netter Besitzer machen diesen zu einem echten Geheimtipp.

Aber es gibt auch für mich jedes Mal etwas Neues zu erleben. Und das Felsenmeer ist nur ein kleiner Teil von dem, was man im Odenwald bouldertechnisch erwarten darf.

Bouldern in der Eifel - Glees

Auch in der Eifel lässt es sich Bouldern. Zwischen Koblenz und Nürburg liegt das recht bescheidene, aber dennoch sehr beliebte Bouldergebiet Glees. Dort gibt es 9 definierte Gebiete mit schätzungsweise über 200 Bouldern. Hier klettert man an äußerst rauen Basalt Blöcken im Schwierigkeitsgrad von 3. Es gibt sogar eine 8a, in einem Gebiet namens Kruzifix.

Eine Liste der Gebiete und Routen findet sich auf thecrack.com und auch unter gleesbouldering.com gibt es Beschreibungen und Topos.

Leider sind die Informationen auf der Website wegen des Corona Lockdowns zum aktuellen Zeitpunkt nicht zugänglich. Hier erfährt man aber auf jeden Fall, wann man wieder in Glees Bouldern darf. Und dann gibt es auch wieder mehr Informationen zum Gebiet.

Bouldern im Harz - Das Oktertal

Umso weiter man in den Norden Deutschlands reist, umso mehr gestreut findet man Boulderfelsen. Eine große Ausnahme gibt es jedoch im Harz. Vor allem im Okertal liegen zahlreiche Felsen und definierte Boulderprobleme.

Das Okertal ist das größte Gebiet und wird als Herz des Harzer Boulderns beschrieben. Unzählige raue Granitblöcke bieten hier perfekte Bedingungen zum Bouldern. In den letzten Jahren wurde eine große Zahl neuer Probleme erschlossen, damit ist das Okertal mittlerweile zu einem der größten Bouldergebiete in ganz Deutschland angewachsen.

Es gibt auch hier einen passenden Boulderführer. Heiko Apel verzeichnete in seinem Buch Harz Block unglaubliche 2500 Probleme im und um den Harz. Das Hauptgebiet bildet hier das Okertal, wobei aber weitere Granitgebiete im nördlichen und östlichen Harz aufgeführt wurden. Es gibt auch hier detaillierte Beschreibungen, Fototopos, GPS-Koordinaten und zahlreiche Informationen, wie beispielsweise Unterkunftsmöglichkeiten. Wenn du mehr über den Boulderführer erfahren willst, kannst du das auf harzblock.de nachlesen. Und dort auch den Führer bestellen.

Egal für welches Gebiet du dich entscheidest, informiere dich bitte vorher über die Regeln. Wenn dir das Video gefallen hat, würde ich mir sehr freuen, wenn du mir einen Daumen nach oben geben würdest. Wenn du mehr solcher Videos sehen willst, dann abboniere doch meinen Kanal. Und falls du dir einen Eindruck vom Bouldern im Odenwald machen willst, dann schau dir mein Video an.

Robin Hess

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