Technik

Warum bouldern?

Warum bouldern

Bouldern wird immer beliebter und du fragst dich sicher warum bouldern?

Bouldern ist eine der vielseitigsten Sportarten die ich kenne.

Ein guter Boulderer muss viel Kraft über seine Schulter- und Rückenmuskulatur aufbauen können, um weite Züge ausführen zu können.

Körperspannung ist ebenfalls ein entscheidender Faktor, wenn man bestimmte Grade klettern will.

Aber die Oberkörperkraft spielt im Vergleich eine eher bescheidene Rolle beim Bouldern, viel wichtiger ist die Technik und und die Genauigkeit mit der Tritte und Griffe ausgeführt werden.

Der Boulderer muss seinen Körperschwerpunkt ständig verschieben, damit er optimalen Halt an den Klettergriffen findet.

Wiederrum andere Probleme* benötigen nur wenig Kraft und auch Technik spielt eine untergeordnete Rolle, bei diesen Routen (meist an Flachen Wänden) geht es vor allem darum wie beweglich der Boulderer ist.

Auch beliebt sind Boulder bei denen hauptsächlich das Gleichgewicht des Boulderer eine Rolle spielt.

**Probleme: als Probleme bezeichnet man beim Bouldern die Routen die geklettert werden. Der Boulderer startet mit beiden Händen am Startgriff und mit den Füßen an der Wand. Das Problem ist gelöst, wenn der Boulderer sich mit beiden Händen sicher für 2 Sekunden am Top-Griff halten kann.

Warum bouldern?

Warum boulder’ ich?

Bouldern ist ein Kampf nur mit dir selbst. In den meisten Sportarten gibt es immer einen direkten Gegner.

Entweder spielt man Mann gegen Mann oder in Teams gegeneinander. Beim Bouldern ist das anders.

Wie man Skateboarden oder Surfen gibt es hier keinen direkten Gegner. Der Gegner ist die Welle, das Hindernis oder das Boulderproblem.

Dieser Fakt gibt einem die Möglichkeit, sich selbst im Sport zu verwirklichen und sein eigenes Limit immer wieder zu verschieben.

Man ist nicht abhängig von anderen Mitspielern oder muss auf die Züge des Gegners reagieren. Man muss also nur sich selbst so verändern, dass man in der Lage ist sein Projekt* zu schaffen.

Das lustige ist, dass das alles sehr nach Einzelgänger klingt, jedoch ist das überhaupt nicht der Fall.

Das Gegenteil ist der Fall! Ich gehe niemals alleine Bouldern. Das coolste ist es zusammen mit einem Freund einen Boulder zu probieren, einige male herunterzufallen und das Problem dann, durch eine gemeinsam entwickelte Beta* zu durchsteigen.

Als letztes möchte ich noch sagen, dass ich das Bouldern in der Halle sehr cool finde, allerdings würde ich immer lieber an richtigen Felsen bouldern.

Der Spannungsfaktor ist auf einem ganz anderen Level und es ist ein großartiges Erlebnis, einen Boulder zu klettern, der schon seit Jahrzehnten besteht und noch viele weitere Jahre bestehen bleiben wird. Hier kannst du über meinen Odenwald Urlaub lesen.

Der Odenwald ist eines der schönsten Bouldergebiete Deutschlands!

*Projekt: Als Projekt bezeichnet man im Bouldersport ein Problem für das man mehrere Sessions benötigt. Es kann oft vorkommen, dass du ein Problem erst am 3. Tag schaffst. *Beta: Als Beta bezeichnet man die Bewegungsabläufe, die man für ein bestimmtes Problem im Kopf hat. Die Beta ist also eine Idee von vielen möglichen zum Top-Griff des Boulders zu gelangen.

Warum bouldern?

Bouldern entwickelt sich weiter

Während man die Klettergriffe früher immer kleiner und "schlechter" entwickelt hat, damit der Schwierigkeitsgrad weiter in die Höhe getrieben werden kann, verwendet man Heute große Klettergriffe mit schlechten Oberflächen und schlechter positivity.

Damit werden Fingerkraft und altmodische Klettertechniken von neuen Techniken und Bewegungsabläufen abgelöst. Wenn du mehr über Technik und Klettergriffe lernen willst, lies dir meinen Blog über Klettergriffe durch. Hier lernst du die richtige Technik für jede Art von Klettergriffen.